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ap_47156_flage_de_2Der 5.Artikel des deutschen Grundgesetzes lautet wie folgt.
,,Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten (…) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.(…) Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.‘
Hesselsberger schreibt zur Erklärung dieses Grundgesetzes folgendes:
,, Er dient der Verwirklichung der Geistesfreiheit, die seit der Epoche der Aufklärung zu den Leitideen einer menschenwürdig verfaßten Gesellschaft gezählt wird,(…) weil erst die ständige geistige Auseinandersetzung, das Lebenselement der Demokratie ermöglicht.“
Laut dem Grundgesetz gibt es keine Grenze der freien Meinungsäußerung, solange sie nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen oder die persönliche Ehre verletzen. Es gibt im Grundgesetz keine Verankerung, welche sich nur annährend darauf bezieht, das Autorität nur im Ansatz bedeutet, vermeintlich hierarchisch tiefer gestellten Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung weniger zu gewähren, als ihnen Übergestellten. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_47156_flage_de_21Demokratie. Aus dem griechischen stammend bedeutet demos kratia, die Herrschaft des Volkes. Das Schema ist eigentlich völlig simpel. Es gibt mehrere Optionen und die Mehrheit entscheidet. Eine gerechtfertigte Entscheidung über den Verlauf ihrer Zukunft, und die der anderen, den die Mehrheit regiert. Selbstbestimmung, zur Vermeidung der Diktatur, in allen Fragen und Themen. Das dritte Reich immer noch im Hinterkopf. Die Schönheit der Abstimmung und die Säulen und gleichzeitig die Route zum Prinzip unseres Landes. Zumindest wenn man sich seinen Platz im Bundestag sichert. Den Rest des Beitrags lesen »

driceIrlands beliebteste Exportprodukte sind der vorzügliche Whiskey, erstklassige Literatur und vor allem eine ganze Reihe außergewöhnlich talentierter Musiker. An ihrer Spitze steht der Dubliner Sänger Damien Rice. Begnadet mit einer brüchigen Stimme die Jahrelang in einem Fass voll Melancholie gereift zu seien scheint, veröffentlichte er 2006 sein zweites Soloalbum mit dem schlichten Titel „9″ Den Rest des Beitrags lesen »

nick_drakeEs gibt diese Menschen die in eine falsche Zeit geboren zu seien scheinen. Die an ihr scheitern, zerbrechen. Der britische Sänger Nick Drake ist einer von ihnen.

„Wenn man ihn sah, hatte man stets das traurige Gefühl, dass er ins falsche Jahrhundert geboren wurde“ sagte Drakes Freund und musikalischer Wegbegleiter Robert Kirby über den sensiblen, introvertierten Poeten. „Wenn er im 17. Jahrhundert am Hofe Elisabeths gelebt hätte wäre es ihm gut gegangen. Er war elegant, ehrlich, ein verlorener Romantiker – und gleichzeitig so cool. Kurz gesagt: perfekt für jene Zeit.“ Den Rest des Beitrags lesen »

ap_19976_narbe_2Nichts. Gerade einmal die schwachen Lichtstrahlen, die sich durch die Schlitze der Rollläden den Weg in den Raum bahnen, aber im Keim des kleinen und doch im Halbdunkel so riesig, ja gerade zu erdrückend wirkenden Zimmers, erstickt werden. Einfach So. Als wären sie die Hoffnung und der Raum die Realität, geballt in einem riesigen, steinernen Klippenabschnitt an dem jeder noch so mutige und geübte Kapitän während eines Sturmes zerschellt. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_47156_flage_de_22Die im Dunkeln sieht man nicht, hat Bertolt Brecht einst gesagt. Dieser Satz bezieht sich in der Dreirgroschenoper auf die erbärmlichen Zustände am Schauplatz dieses Theaterstücks. Man könnte aber auch anderst Parallelen ziehen. Das Theater, die Akteure, die Regisseure, der Drehbuchschreiber und alle anderen. Das Theater als Beispiel, oder meinetwegen, um nicht veraltet zu klingen, der Hollywoodfilm, bedeutet mehr als Idee und Umsetzung. Hinter einem Werk stecken nicht nur die Menschen die sichtbar sind, also jene die im Vordergrund stehen, sondern auch die Beteiligten, die ihre Arbeit im Hintergrund ausführen. Diejenigen die nicht im Scheinwerferlicht auf der Bühne tönen. Dirigiert vom Produzenten, bezahlt von der Produktionsfirma und angelernt von denen, die vor ihnen im Dunkeln agierten. Wochenlange Arbeit, für einen verhältnismäßig geringen Lohn, im Vergleich zu der Rolle des Helden, des Bösewichts oder die, der wunderschönen Geliebten. Am Ende des klassischen Hollywoodstreifens wird die Prinzessin vom Ritter in der imaginären weißen Rüstung vor den Fängen des Schreckens errettet. Happy End. Und alle anderen Standen wieder nicht im Schweinwerferlicht. Auch nicht bei der Standing Ovations, wie es Neudeutsch so schön heißt. Auch wenn sie es vielleicht genau so verdient hätten. Doch diese Menschen akzeptieren ihre Rolle. Zur Bewahrung des Friedens und dem glimpflichen Ablauf des Projekts. Und so ist es nicht nur im Theater oder dem London von damals sondern auch in der Gesellschaft von heute, hier in Deutschland. Und es ist sogar weitaus ernster als eine Diskussion über Applaus. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_39764_img_2464Konzipiert, behinderten Menschen die Integration in das alltägliche Leben zu erleichtern, den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen, um außerdem zu unterstützen, zu therapieren und zu fördern – eine beinah unmögliche Mission?

In den typischen Leitsätzen einer Werkstatt heißt es: „Jeder wird bei uns […] geachtet“ oder auch „unsere Arbeit ist geprägt durch Wertschätzung des Menschen“. Imposante Worte, in einer Gesellschaft, in der es nur um Leistung und Produktivität zu gehen scheint. Dabei hat die Institution Behindertenwerkstatt ein ernstes Problem, sie will marktwirtschaftlich und sozial erscheinen. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_34035_dsc_7718_2Fühlen. Existentiell? Besser, inhärent irreal, geradezu phantastisch! Quasi doch existenzlos? Verloren in seichten Strömen mangelnder Aufmerksamkeit. Eingezwängt in viel zu enge, selbsterschaffene Kanäle – ausgetrocknet. System. Folge leisten, korrigieren, optimieren. Unterworfen als Sklave aus eigenen Stücken, Technokratie. Ein Treppenabsatz zum Faschismus. Eingliedern in den Wahn der Fiktion, auf der Suche nach Profilierung, unaufhaltsames Aufsaugen. Können das, Merkmale einer angeblich sogar funktionierenden Gesellschaft sein? Den Rest des Beitrags lesen »

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