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finanzkriseIm Jahr 2043 wird die letzte Zeitung gedruckt. Keine Prophezeiung, sondern schlichte Analyse des jährlichen Auflagenrückgangs. Berechnet in Philip Meyers „The Vanishing Newspaper“. Ein Buch das bereits vor fünf Jahren erschienen ist. Noch vor der Dominanz des Internets. 2043, das klingt heutzutage fast hoffnungsvoll, betrachtet man die aktuelle Situation. Den Rest des Beitrags lesen »

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Philipp Schiebler (25) studiert Psychologie an der Ludwig-Maximilian-Universität. Außerdem leitet er seit Oktober 2007 den Polyamorie-Stammtisch in München. Ein Treffpunkt für Menschen die ganz offiziell Beziehungen zu mehreren Partnern führen. Ein Gespräch über Liebe, Eifersucht  und alternative Gesellschaftsmodelle. Den Rest des Beitrags lesen »

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,,VERÄNDERUNGEN GESCHEHEN NUNMAL NICHT VON HEUTE AUF MORGEN“

– Migranten zwischen Ausbildung, Moscheenbau und Roland Koch

Es gibt wohl kaum ein Thema, das in der deutschen Gesellschaft so für Brisanz sorgen kann wie die nie zu enden scheinende Diskussion über Integration. Auf der einen Seite befinden sich Gegner der Einwanderung und Migranten die immer noch nicht in unserer Gesellschaft angekommen sind. Auf der anderen Seite stehen jene die nicht taten- und wortlos dabei zusehen wollen, wie die multikulturelle Gesellschaft keine Fortschritte macht oder manchmal noch mehr, in der Gefahr steht dauerhaften Schaden zu nehmen. Im Gespräch mit Fuad Hamdan, seinerseits Leiter des Dritte Welt Zentrums München, gebürtiger Palästinenser und Förderer des jüdisch-palästinensischen Dialogs in der BRD sowie Initiator der Palästinenser-Tage in München, sind zumindest im Ansatz Antworten auf viele Fragen zu finden.

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ap_50679_frauenkirche_2_2München, die Isarmetropole, die Hochkultur-Hochburg, das Lebensstandard-Mekka, gespickt mit atemberaubenden Prachtbauten, bewohnt von den Schönsten und Reichsten, ist auch Hauptstadt des scheinbar so schnöden, schmutzigen Boulevardjournalismus. Wieso aber kleiden sich Klatsch und Tratsch so gerne in Lederhosen und Dirndl? Wieso campiert die Sensationsgier am Isarufer? Woher die Leidenschaft der Münchener für gesellschaftliche Weißwurscht-Zuzelei? Den Rest des Beitrags lesen »

ap_47156_flage_de_2Der 5.Artikel des deutschen Grundgesetzes lautet wie folgt.
,,Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten (…) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.(…) Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.‘
Hesselsberger schreibt zur Erklärung dieses Grundgesetzes folgendes:
,, Er dient der Verwirklichung der Geistesfreiheit, die seit der Epoche der Aufklärung zu den Leitideen einer menschenwürdig verfaßten Gesellschaft gezählt wird,(…) weil erst die ständige geistige Auseinandersetzung, das Lebenselement der Demokratie ermöglicht.“
Laut dem Grundgesetz gibt es keine Grenze der freien Meinungsäußerung, solange sie nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen oder die persönliche Ehre verletzen. Es gibt im Grundgesetz keine Verankerung, welche sich nur annährend darauf bezieht, das Autorität nur im Ansatz bedeutet, vermeintlich hierarchisch tiefer gestellten Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung weniger zu gewähren, als ihnen Übergestellten. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_47156_flage_de_21Demokratie. Aus dem griechischen stammend bedeutet demos kratia, die Herrschaft des Volkes. Das Schema ist eigentlich völlig simpel. Es gibt mehrere Optionen und die Mehrheit entscheidet. Eine gerechtfertigte Entscheidung über den Verlauf ihrer Zukunft, und die der anderen, den die Mehrheit regiert. Selbstbestimmung, zur Vermeidung der Diktatur, in allen Fragen und Themen. Das dritte Reich immer noch im Hinterkopf. Die Schönheit der Abstimmung und die Säulen und gleichzeitig die Route zum Prinzip unseres Landes. Zumindest wenn man sich seinen Platz im Bundestag sichert. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_47156_flage_de_22Die im Dunkeln sieht man nicht, hat Bertolt Brecht einst gesagt. Dieser Satz bezieht sich in der Dreirgroschenoper auf die erbärmlichen Zustände am Schauplatz dieses Theaterstücks. Man könnte aber auch anderst Parallelen ziehen. Das Theater, die Akteure, die Regisseure, der Drehbuchschreiber und alle anderen. Das Theater als Beispiel, oder meinetwegen, um nicht veraltet zu klingen, der Hollywoodfilm, bedeutet mehr als Idee und Umsetzung. Hinter einem Werk stecken nicht nur die Menschen die sichtbar sind, also jene die im Vordergrund stehen, sondern auch die Beteiligten, die ihre Arbeit im Hintergrund ausführen. Diejenigen die nicht im Scheinwerferlicht auf der Bühne tönen. Dirigiert vom Produzenten, bezahlt von der Produktionsfirma und angelernt von denen, die vor ihnen im Dunkeln agierten. Wochenlange Arbeit, für einen verhältnismäßig geringen Lohn, im Vergleich zu der Rolle des Helden, des Bösewichts oder die, der wunderschönen Geliebten. Am Ende des klassischen Hollywoodstreifens wird die Prinzessin vom Ritter in der imaginären weißen Rüstung vor den Fängen des Schreckens errettet. Happy End. Und alle anderen Standen wieder nicht im Schweinwerferlicht. Auch nicht bei der Standing Ovations, wie es Neudeutsch so schön heißt. Auch wenn sie es vielleicht genau so verdient hätten. Doch diese Menschen akzeptieren ihre Rolle. Zur Bewahrung des Friedens und dem glimpflichen Ablauf des Projekts. Und so ist es nicht nur im Theater oder dem London von damals sondern auch in der Gesellschaft von heute, hier in Deutschland. Und es ist sogar weitaus ernster als eine Diskussion über Applaus. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_39764_img_2464Konzipiert, behinderten Menschen die Integration in das alltägliche Leben zu erleichtern, den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen, um außerdem zu unterstützen, zu therapieren und zu fördern – eine beinah unmögliche Mission?

In den typischen Leitsätzen einer Werkstatt heißt es: „Jeder wird bei uns […] geachtet“ oder auch „unsere Arbeit ist geprägt durch Wertschätzung des Menschen“. Imposante Worte, in einer Gesellschaft, in der es nur um Leistung und Produktivität zu gehen scheint. Dabei hat die Institution Behindertenwerkstatt ein ernstes Problem, sie will marktwirtschaftlich und sozial erscheinen. Den Rest des Beitrags lesen »

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