ap_19976_narbe_2Nichts. Gerade einmal die schwachen Lichtstrahlen, die sich durch die Schlitze der Rollläden den Weg in den Raum bahnen, aber im Keim des kleinen und doch im Halbdunkel so riesig, ja gerade zu erdrückend wirkenden Zimmers, erstickt werden. Einfach So. Als wären sie die Hoffnung und der Raum die Realität, geballt in einem riesigen, steinernen Klippenabschnitt an dem jeder noch so mutige und geübte Kapitän während eines Sturmes zerschellt. Den Rest des Beitrags lesen »

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ap_47156_flage_de_22Die im Dunkeln sieht man nicht, hat Bertolt Brecht einst gesagt. Dieser Satz bezieht sich in der Dreirgroschenoper auf die erbärmlichen Zustände am Schauplatz dieses Theaterstücks. Man könnte aber auch anderst Parallelen ziehen. Das Theater, die Akteure, die Regisseure, der Drehbuchschreiber und alle anderen. Das Theater als Beispiel, oder meinetwegen, um nicht veraltet zu klingen, der Hollywoodfilm, bedeutet mehr als Idee und Umsetzung. Hinter einem Werk stecken nicht nur die Menschen die sichtbar sind, also jene die im Vordergrund stehen, sondern auch die Beteiligten, die ihre Arbeit im Hintergrund ausführen. Diejenigen die nicht im Scheinwerferlicht auf der Bühne tönen. Dirigiert vom Produzenten, bezahlt von der Produktionsfirma und angelernt von denen, die vor ihnen im Dunkeln agierten. Wochenlange Arbeit, für einen verhältnismäßig geringen Lohn, im Vergleich zu der Rolle des Helden, des Bösewichts oder die, der wunderschönen Geliebten. Am Ende des klassischen Hollywoodstreifens wird die Prinzessin vom Ritter in der imaginären weißen Rüstung vor den Fängen des Schreckens errettet. Happy End. Und alle anderen Standen wieder nicht im Schweinwerferlicht. Auch nicht bei der Standing Ovations, wie es Neudeutsch so schön heißt. Auch wenn sie es vielleicht genau so verdient hätten. Doch diese Menschen akzeptieren ihre Rolle. Zur Bewahrung des Friedens und dem glimpflichen Ablauf des Projekts. Und so ist es nicht nur im Theater oder dem London von damals sondern auch in der Gesellschaft von heute, hier in Deutschland. Und es ist sogar weitaus ernster als eine Diskussion über Applaus. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_39764_img_2464Konzipiert, behinderten Menschen die Integration in das alltägliche Leben zu erleichtern, den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen, um außerdem zu unterstützen, zu therapieren und zu fördern – eine beinah unmögliche Mission?

In den typischen Leitsätzen einer Werkstatt heißt es: „Jeder wird bei uns […] geachtet“ oder auch „unsere Arbeit ist geprägt durch Wertschätzung des Menschen“. Imposante Worte, in einer Gesellschaft, in der es nur um Leistung und Produktivität zu gehen scheint. Dabei hat die Institution Behindertenwerkstatt ein ernstes Problem, sie will marktwirtschaftlich und sozial erscheinen. Den Rest des Beitrags lesen »

ap_34035_dsc_7718_2Fühlen. Existentiell? Besser, inhärent irreal, geradezu phantastisch! Quasi doch existenzlos? Verloren in seichten Strömen mangelnder Aufmerksamkeit. Eingezwängt in viel zu enge, selbsterschaffene Kanäle – ausgetrocknet. System. Folge leisten, korrigieren, optimieren. Unterworfen als Sklave aus eigenen Stücken, Technokratie. Ein Treppenabsatz zum Faschismus. Eingliedern in den Wahn der Fiktion, auf der Suche nach Profilierung, unaufhaltsames Aufsaugen. Können das, Merkmale einer angeblich sogar funktionierenden Gesellschaft sein? Den Rest des Beitrags lesen »

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